13. Juni 2017

Waldbaden

Waldbaden - das habe ich erst vor wenigen Wochen zum ersten Mal gehört.
Kennt Ihr den Begriff?

"1982 prägte das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den Begriff Shinrin Yoku. 
Er beschreibt den Kontakt mit und unter der Atmosphäre des Waldes.
Wir können den Begriff als "Baden in der Waldluft" übersetzen" - oder kurz "Waldbaden".

Inzwischen ist Shinrin Yoku in Japan und Südkorea zu einem festen Bestandteil der Gesundheitsvorsorge geworden, 
ja hat sich sogar zur so genannten Wald-Therapie entwickelt. Dafür wurden und werden viele wissenschaftliche Arbeiten 
in Auftrag gegeben und es kam natürlich das heraus, was wir eigentlich schon tief in unserem Inneren wussten:
Ein Bad im Wald senkt den Blutdruck, regulierte den Puls und reduziert auf natürliche Weise Stresshormone. 
Doch es kam auch heraus, dass die Waldluft sogar unsere Killerzellen vermehrt und aktiviert. 
Unser Immunsystem kommuniziert mit dem Wald!"
                                                                                                                                               Quelle
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 Also, ich war dann mal Waldbaden ☺︎

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Zuerst vorbei am Kindergartenplatz und ein bisschen in alten Erinnerungen schwelgen.

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Der kleine Teich hat auch schon mal mehr Wasser gesehen.

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Ein Stück ging es um den Wald herum - im Hintergrund der Feldberg, immer mit dabei.

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 Grün tanken ist auch an den Feldern möglich.
Jetzt auch wieder ohne Niesattacken und zugequollenen Augen, obwohl der Bauer das Heu wendete.

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Schade, da war ich einen Moment zu spät
 - wenige Sekunden vorher hätte ich ein Reh mit auf dem Bild gehabt.

Danach habe ich versucht, möglichst leise zu sein, um nicht nochmal Wild zu verschrecken.
 Da war die Aufmerksamkeit irgendwann ungeplant aufs Gehen gelenkt. Auf das Rascheln der Blätter, den knirschenden Kies, knackende Zweige. 
Wie der Fuß auftritt, wie die Sohle über Steine abrollt. 
Die Außenwelt ein paar Minuten völlig ausgeblendet, eine klassische Gehmeditation...

Bis der Schisser wieder in mir hervorkam *lach*. Die Vorstellung, einem Wildschwein über den Weg zu laufen, ist nämlich der reinste Horror für mich! Und so schaute ich wieder brav durch die Gegend, damit ich nicht plötzlich vor einem stehe. Überhaupt habe ich bei aller Liebe auch ordentlich Respekt vor dem Wald und käme nie auf die Idee, quer hindurchzulaufen. Da würde ich völlig die Orientierung verlieren, auch wenn der Weg nur wenige Meter entfernt wäre.

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Gut versteckt, dieser Ausguck:
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Windgewachsen.
Und vom Winde gefällt.
Totholz, aber lebenswichtig

Ein paar Tiere habe ich gesehen, wenn sich auch einige partout nicht fotografieren lassen wollten.
 Die Maus flitzte zu schnell und die Libelle hatte auch ein zu rasantes Tempo drauf.
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Grün - frisches, helles, dunkles, gemustertes, filigranes, grobes, wehrhaftes - einfach herrlich.

Das Gezwitscher und Gezirpe aus den Baumwipfeln solltet Ihr hören können
und wie der Wind durchs Blätterdach rauscht, das war so schön! Entspannung pur.

Was für ein Geschenk, den Tag so beginnen zu können. Ein bisschen sind wir schon im Urlaubsmodus...


Da dies zwölf Stationen vom zwölften des Monats waren, dürfen sie rüber zu Caro.


"Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit, und diese ist grün."
Hildegard von Bingen, 1098 - 1197

4 Kommentare:

  1. Oh, ich bade auch gern in der Waldluft! Schöne Waldbadebilder hast Du da gemacht.

    Liebe Grüße
    Nula

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  2. Liebe Petra,
    schon beim Betrachten deiner tollen Bilder entspanne ich so richtig.
    Einen Waldspaziergang könnte ich auch mal wieder machen....Danke!

    liebe Grüße
    Nicole

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  3. Nein, den Begriff kannte ich noch nicht. Aber deine Badefreuden kann man den Fotos ansehen.
    Erinnert mich viel an unsere Spaziergänge in der Dresdner Heide.
    Und mit dem Respekt und der Orientierung - da geht es mir genau wie dir :-)
    Liebe Grüße

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  4. Liebe Petra,
    Danke fürs Waldbaden! Jetzt sind zumindest meine Augen wieder erfrischt.
    Liebe Grüße
    Astrid

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Danke für Eure Zeit